Familienbedingt begleiteten mich zwei Dinge seit Geburt an - das Militär und das Bodybuilding. Eben diese beiden „Leidenschaften“ wurden zu meinen beiden Berufen. Im zarten Alter von 15 Jahren begann ich, die ersten Erfahrungen mit Hanteln zu machen und war sofort Feuer und Flamme für das Krafttraining. Mit dem besten Lehrer, meinem Vater, wurden mir die Bewegungsabläufe zum richtigen und effektiven Training so zu sagen in die Kinderschuhe gelegt. Meinem Alter entsprechend, trainierte ich mit moderatem Gewicht – war ich ja noch im Wachstum und durfte noch keine wirklich anstrengenden „Workouts“ durchführen. Im Laufe der Oberstufe aber wurde das Training immer härter und die Resultate immer besser. Damals achtete ich auf die Ernährung überhaupt nicht – mein Körper war sozusagen ein „Hochofen“, der alles verbrannte. Natürlich war es mit dem Massegewinn ein ziemliches Problem.
Nach der Matura (Abitur) entschied ich mich, die Theresianische Militärakademie zu besuchen. Ein wesentlicher Abschnitt um eben diese Schule zu besuchen war das Vorbereitungssemester (VBS) welches 6 Monate dauert. In eben diesen 6 Monaten war mein Training hinten angestellt, da von früh morgens bis spät abends nur Gefechtsdienst an der Tagesordnung stand. Nach eben diesen Monaten begann der Studiengang an der Akademie – wo ich auf das Trainieren schon fast vergessen hatte. Zwei einschneidende Erlebnisse aber brachten mich zurück auf die Schiene des „Eisens“. Die erste war in meinem damaligen Zimmer. Ich hatte meinen Schrank offen stehen und ein Kamerad von mir, einer der Weltbesten Kletterer, hat hineingesehen und gesagt: „Wow, du hast aber viele Süßigkeiten da drinnen liegen“. „Pffff“ – das gab mir schon ordentlich zu denken. Nicht eine Woche darauf war ich in einer Therme und ging an einem Spiegel vorbei. Mit dem Gedanke, ich hätte sowieso einen tollen Körper betrachtete ich mich in einem Spiegel und mir viel wortwörtlich die „Kinnlade“ runter! Die Süßigkeiten in meinem Schrank und der mangelnde Sport taten ihre Wirkung. Ich musste mich erstmals hinsetzen, um das „Gesehene“ zu verdauen. Als ich im Stuhl saß, machte ich mir Gedanken was ich will. Conclusio? Schober Harald wird vom heutigen Tage an auf seine Ernährung achten und zumindest vier Mal in der Woche trainieren gehen.
Dieses Ereignis fand vor 4 Jahren statt und seit dem nehmen das Krafttraining und die Ernährung einen wesentlichen Bestandteil in meinem Leben ein. Fünf Mal die Woche bin ich im Gym und „genieße“ meine harten Workouts und zum Essen gibt es in der Regel nur, auch Off Season, Hühnchenfilets, Reis, Kartoffeln, Haferflocken und Nahrungsergänzungen. Da ich aber ein ziemlich „Süßer“ bin, habe ich mir einen „Shit-Day“ in der Woche eingeführt, an dem ich mal meine heiß geliebten Manner Schnitten essen kann.
Eben diese Disziplin veranlasste mich dazu an der österreichischen Meisterschaft im April 2007 teil zu nehmen und gewann dort den „Neulingsmeister“. Angespornt von diesem Erfolg, habe ich vor, immer weiter eben diese Linie zu verfolgen, um die bestmöglichen Resultate in meiner weiteren Bodybuildingkarriere zu bringen – vorausgesetzt ich bleibe gesund und es wird mir beruflich möglich sein. Immer mit dem Leitspruch „Ehre und Stärke“ wird mir dieses Ziel, so hoffe ich, auch gelingen.
| Steckbrief: |
|
| Geb: |
28.07.1984 |
| Ort: |
St. Pölten (Niederösterreich) |
| Wohnhaft: |
Statzendorf |
| Beruf: |
Fähnrich an der Theresianischen Militärakademie |
| Hobbys: |
Autos, Musik, Sport, lesen |
| Größe: |
180 cm |
| Off season: |
90 kg |
| Wettkampf: |
78 kg |
| Oberarm: |
43 cm |
| Ernährung: |
Ich esse viele Kohlenhydrate und viel Eiweiß. |
Größte Erfolge:
- Österreichischer Neulingsmeister 2007